Heinz Vieweg – Ultrasymet bleibt geheim

ist nicht nur Raumfahrt, sondern hat auch auf der Erde schon immer gut funktioniert – etwa als utopische Vorschau in die Entwicklung der sozialistischen Industrie und der „Bruderhilfe“ zwischen der und . Heinz Vieweg nimmt uns in „Ultrasymet bleibt geheim“ mit in die Algeriens, wo wir mit violetten Kristallen einen Rohstoff finden, der dem handelsüblichen Stahl um ein Vielfaches überlegen ist – und damit natürlich die kapitalistischen Neider herausfordert.

Der Archetyp des moralisch einwandfreien Wissenschaftlers, den wir schon in der Figur des Professor Eggerth bei Hans Dominik finden, tritt auch hier wieder auf den Plan. Zusammen mit einem Team will er in der Wüste Algeriens ein Werk zur Herstellung von „Ultrasymeth“ aufbauen, einem Werkstoff, der mit Hilfe von Ultraschall aus einem Granulat hergestellt wird, dass unter dem Wüstensand zu finden ist. So weit, so technisch.

Relativ zügig wird aus dem Technik-Roman aber eine Räuberpistole zwischen Industriespionage, Liebesgeschichte und postkolonialistischem Wüstenbewohner-Aufstand in exotisch-arabischer Umgebung.

Die Wüste Sahara
Unter dem Sand der Sahara schlummert der Rohstoff für Ultrasymet.

Witzig, weil zeitgeistig, wird es übrigens, wenn bei einem Appell der Belegschaft die „Neger-Brigade“ für gute Leistungen ausgezeichnet wird. Das ist auch Joachim Möglich schon aufgefallen, der das Buch ebenfalls unter die Lupe genommen hat.

Fazit

Alles in allem ist „Ultrasymet bleibt geheim“ ein Kind seiner Zeit – flache Handlung, relativ flache Charaktere (bis auf die Agentin, die zumindest zeitweise mit ihrem Schicksal ringt). Davon ganz abgesehen wird die Atmosphäre schön gezeichnet. Egal, ob im Haus des Wissenschaftlers oder im Labor in der Wüste – stets hat man das Gefühl, tatsächlich vor Ort zu sein.

Ultrasymet bleibt geheim ist 1959 im Verlag Neues Leben Berlin erschienen.

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