Papier oder elektronisch? Buch oder E-Book?

Es ist – so scheint es mir zumindest – auch mehr als zehn Jahre nach der Einführung des ersten marktreifen (?) elektronischen Lesegerätes immer noch die Gretchenfrage unter Leseratten: Buch aus Papier oder E-Book? Continue reading „Papier oder elektronisch? Buch oder E-Book?“

Foto-Wettbewerb zum Buchdorf-Jubiläum

Unser Buchdorf Mühlbeck-Friedersdorf bei Bitterfeld wird Ende September 20 Jahre jung. Aus diesem Anlass schreibt der Verein „Lebendige Sprache“ einen Fotowettbewerb für die Dekoration des Goitzsche-Cafés „KaffeeSatz“ aus. Continue reading „Foto-Wettbewerb zum Buchdorf-Jubiläum“

Gerhard Matzke – Marsmond Phobos

Dieses Jugendbuch hat mich mehr als einmal schmunzeln lassen. Aber das darf man nicht falsch verstehen: Ich schmunzelte nicht über Schwächen der Geschichte von Marsmond Phobos, sondern über diese herrliche Naivität, mit der 1967 ein Jugendbuch über die Raumfahrt im Jahr 1988 geschrieben wurde. Continue reading „Gerhard Matzke – Marsmond Phobos“

Arne Sjöberg – Andromeda

Ein Buch wie ein Drogentrip. Gleich im ersten Kapitel von Andromeda stirbt der Erzähler, der Protagonist Jorge Stenström. Danach geht es weiter über und durch den Planeten Piros, der selbst im Sterben liegt, dessen Himmel von zwei kosmischen Begleitern erhellt wird, zwischen denen Energie per gigantischen Blitzen übertragen wird, durch die Siedlung, die nur noch von einem Wesen genutzt wird. Continue reading „Arne Sjöberg – Andromeda“

Hans Dominik – Land aus Feuer und Wasser

Ein paar Jahre Zeit gelassen hat sich Hans Dominik mit der Veröffentlichung von „Land aus Feuer und Wasser“. Erschienen die beiden Vorgänger der „Professor-Eggerth“-Reihe noch 1933, so kommt der dritte Teil er 1939 in die Buchläden. Die Handlung ist kurz umrissen: Auf der Südsee-Insel, die wir aus „Ein Stern fiel vom Himmel“ schon kennen“, werden in einem Vulkan seltsame Stoffe gefunden, die sich unter Einfluss von Wasser ausdehnen. Continue reading „Hans Dominik – Land aus Feuer und Wasser“

Hans Dominik – Ein Stern fiel vom Himmel

Ursprünglich 1933 erschienen behandelt „Ein Stern fiel vom Himmel“ die Geschehnisse um eine Antarktis-Expedition, die durch den Einschlag eines Meteoriten (‚Boliden‘) schwer verwüstet wird. Nachdem die Einschlagstelle abgekühlt ist, machen sich die Flieger der Eggerth-Reading-Werke, die die Station mit Lebensnotwendigem versorgen, auf die Suche nach der Einschlagstelle. Continue reading „Hans Dominik – Ein Stern fiel vom Himmel“

Hans Dominik – Der Wettflug der Nationen

Ursprünglich 1933 erschienen behandelt „Der Wettflug der Nationen“ ein Luftfahrt-Rennen rund um den Globus, dass der verstorbene US-amerikanische Industrielle Reading in seinem Testament beschreibt. Der Gewinner bekommt nicht die Tochter des Industriellen zur Frau, dafür aber dessen gesamtes Lebenswerk: den Konzern, die Entwicklungsunterlagen und natürlich jede Menge Macht und Einfluss.

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Arne Sjöberg – Die stummen Götter

Der Journalist Jorge Stenström landet mit der Besatzung des Raumschiffs ALGOL auf dem Planeten Tantalus. Dort machen sich die Abgesandten der Erde auf die Suche nach den Spuren der Tantaliden und werden auch bald fündig. Die rätselhaften Außerirdischen selbst aber bleiben den Suchenden verborgen.
Auf ihrem Weg in die Berge müssen die Raumfahrer bald erkennen, dass man den kosmischen Rätseln nicht allein mit menschlicher Logik begegnen kann. So führen die Entscheidungen der Menschen zwangsweise in die Katastrophe -die nur einer überlebt.
Arne Sjöberg (Pseudonym von Jürgen Brinkmann) schreibt so atmosphärisch dicht, dass man förmlich den Gewitterhall spürt, wenn man mit Jorge im Astrachan-Gefährt auf Tantalus sitzt. Der Regen klatscht an die Fenster, Zigarettenrauch wabert durch den Transporter. Ideenreich ist das Buch außerdem (wer hätte geglaubt dass Sjöberg/Brinkmann schon 1978 die Erfindung des E-Bikes antizipiert?) und düster.
Wer auf ein Happy End wartet, dürfte bei diesem Buch enttäuscht werden. Dafür gibt es aber eine Fortsetzung (Andromeda/Sjöberg).
Sjöberg/Brinkmann hatte noch einen dritten Teil der Geschichte in Planung, der aber nicht mehr erschienen ist. 1997 stirbt der Autor.

„Die stummen Götter“ erschien im Buchverlag Der Morgen mit der ISBN 978-3371000282.

Mein Beinahe-Nachbar Andreas Reber hat das „Die stummen Götter“ recht ausführlich rezensiert. Auch Uwe Godemann hat sich dem Roman und seiner Fortsetzung gewidmet.

Den Bücherschrank verwalten mit Librarything

Ich liebe Flohmärkte. Ich liebe sie, weil ich Bücher liebe. Und auf den Flohmärkten hier bei uns in der Region sieht man wunderbar den Verfall der Mediengesellschaft. Es liest – ich überspitze das mal – schlicht keiner mehr. Deswegen gibt es große Stände mit Kisten voller Bücher, an deren Vorderseite prangt: „Stück 1 Euro“. Mal ganz ehrlich – wer kann da widerstehen?
Ein Problem bringt das ganze aber mit sich: Wenn man nach sechs Stunden Bücherschnüffelns in der prallen Sonne die nächste Kiste in Angriff nimmt, verschwimmt manchmal das Gedächtnis. Habe ich dieses Buch schon? Oder hatte ich es nur vor der drei Wochen in der Hand?  Continue reading „Den Bücherschrank verwalten mit Librarything“

Heinz Ulrich – Fast vergessene Schicksale zwischen Mulde und Fläming

Heldentaten, das verspricht Heinz Ulrich, will er nicht schildern. Das ist auch schwerlich möglich bei dem Thema, das sich der Mann gewählt hat, der als Neunjähriger die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges an der Elbe erlebt hat.

Die 9. US-Armee rückt von Westen auf den großen Strom vor. Aus dem Osten kommt die Rote Armee über die Oder. Berlin wird Frontstadt. Und in all dem Schlamassel befiehlt Adolf Hitler, der jeglichen Bezug zur militärischen Realität verloren hat, die Aufstellung einer neuen Armee. Die Zwölfte wird sie heißen. In die Geschichte geht sie ein als „Armee Wenck“, benannt nach ihrem Befehlshaber. Continue reading „Heinz Ulrich – Fast vergessene Schicksale zwischen Mulde und Fläming“