Schlagwort: Afrika

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…Euer Busch-Pater vom Umpfuli – Gregor Richert

Ein Buch, dass von einem Toten geschrieben wurde – so salopp könnte man „…Euer Busch-Pater vom Umpfuli“ beschreiben. Und tatsächlich: als das Büchlein auf den Markt kam, ja: sogar, als das Büchlein zusammengestellt, lektoriert und herausgegeben wurde, da lebte der Erzähler schon nicht mehr. Gregor Richert wurde 1978 von Rebellen im damaligen Rhodesien erschossen. Cordula Mindak hat Jahre nach Pater Richerts Tod dessen Lebensgeschichte nacherzählen lassen – aus den Briefen, die Richert in die Heimat schrieb.

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Hansjosef Theyssen – Joe, der Reporter

Das kleine Paperback-Büchlein von Hansjosef Theyssen ist mir mehr oder weniger zufällig in er Kiste voller Bücher in die Finger gekommen. Und da es zwei meiner Spezialinteressen (Afrika und Literatur über Journalisten) berührt, habe ich es natürlich zügig verschlungen. (mehr …)


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Walter Basan – Geliebte Feindin

Ach herrje! Nicht nur, dass in Geliebte Feindin von Walter Basan das Fass des Unmuts über die französische Vorherrschaft in Marokko auf jeder Seite überkochen will – nein, da muss sich der in Paris ausgebildete, aber marokkanisch-stämmige Anwalt Hassan Cidarja auch noch mit zwei Frauenzimmern herumärgern, in die er gleichzeitig verliebt ist. Die eine, Michèle Fourbon, steht für den französischen Teil des Lebens von Cidarja. Fatime hingegen repräsentiert den arabisch-berberischen Aufstand gegen die Besatzer. (mehr …)


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Hammond Innes – Es begann in Tanger

Wollen wir in diese Buchrezension zu Es begann in Tanger mal mit den Pluspunkten einsteigen: Innes kann wunderbar mit der Schreibmaschine Landschaften malen. In einer sturmtosenden Nacht beginnt unsere Geschichte in einer echt miesen Kaschemme, einer Hafenkneipe in der internationalen Zone Marokkos, der Hafenstadt Tanger. Hier geben sich Film-Größen und Unterwelt-Barone, Drogenjunkies, Schmuggler und Nutten die Ehre. Und unter ihnen ist der Ich-Erzähler Latham, der auf einen seltsamen Reisenden wartet. (mehr …)


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Otto Schöndube – Marokkanisches Abenteuer

Ein Marrokanisches Abenteuer verspricht Otto Schöndube dem jugendlichen Leser – und nimmt uns mit in das nordwestafrikanische Land in einer Zeit des Umbruchs, des Aufbruchs und der blutigen Auseinandersetzung zwischen Besatzern und Besetzten. Ins Jahr 1953 entführt uns der Autor durch den Protagonisten Hans, einen 13-jährigen deutschen Halbwaisen, der bei der reichen Tante in dem exotischen Land dem Cousin Gesellschaft leisten soll. (mehr …)


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Boris Kabur – Die Spur führt zum Hermes

Da bin ich wohl durch Zufall auf ein kleines Juwel unter den Science-Fiction-Romanen gestoßen, die in der DDR erschienen sind. Dieser Band für Jugendliche hat eigentlich alles, was das Teenager-Herz im blühenden Sozialismus begehrt: eine ungeklärte Dreiecksbeziehung zwischen den drei Hauptpersonen Jaan, Ines und dem südafrikanischen Historiker Mba. Dann springt man schneller als bei James Bond durch die Weltgeschichte: Ägypten, Südafrika, Danzig, Pärnu. Außerdem strotzt das Büchlein vor supercoolen technischen Gimmicks. Und Hermes kommt auch noch drin vor. (mehr …)


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Heinz Vieweg – Ultrasymet bleibt geheim

Science Fiction ist nicht nur Raumfahrt, sondern hat auch auf der Erde schon immer gut funktioniert – etwa als utopische Vorschau in die Entwicklung der sozialistischen Industrie und der „Bruderhilfe“ zwischen der DDR und Algerien. Heinz Vieweg nimmt uns in „Ultrasymet bleibt geheim“ mit in die Sahara Algeriens, wo wir mit violetten Kristallen einen Rohstoff finden, der dem handelsüblichen Stahl um ein Vielfaches überlegen ist – und damit natürlich die kapitalistischen Neider herausfordert. (mehr …)