Kategorie: Science Fiction

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Günther Krupkat – Die große Grenze

Ein Genuss ist es, in dieses Buch einzutauchen. In vier Teile gegliedert entführt es uns in die Jahrzehnte kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Fast der gesamte erste Teil nimmt uns Günther Krupkat mit in die USA.

Am Raketenstützpunkt Cape Caroline schrillen die Alarmglocken. Greifen sowjetische Interkontinentalraketen das amerikanische Festland an? Ist ein außerirdisches Raumschiff im Anflug? Oder haben Radaranlagen gesehen, wie der sowjetische Sputnik in den Orbit fliegt? Für Oberst Bosworth, den Kommandanten der Anlage bleiben Fragen offen. (mehr …)


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Boris Kabur – Die Spur führt zum Hermes

Da bin ich wohl durch Zufall auf ein kleines Juwel unter den Science-Fiction-Romanen gestoßen, die in der DDR erschienen sind. Dieser Band für Jugendliche hat eigentlich alles, was das Teenager-Herz im blühenden Sozialismus begehrt: eine ungeklärte Dreiecksbeziehung zwischen den drei Hauptpersonen Jaan, Ines und dem südafrikanischen Historiker Mba. Dann springt man schneller als bei James Bond durch die Weltgeschichte: Ägypten, Südafrika, Danzig, Pärnu. Außerdem strotzt das Büchlein vor supercoolen technischen Gimmicks. Und Hermes kommt auch noch drin vor. (mehr …)


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Alexander Kröger – Energie für Centaur

Sprachlich ist „Energie für Centaur“ sicher der stärkste Band der Centauren-Trilogie. In der braungraudreckigen Wüste des zweiten Planeten von Proxima Centauri schmeckt man beim Lesen förmlich den Staub zwischen den Zeilen. Kröger blickt wieder weit in die Zukunft, antizipiert gar die Entwicklung der E-Mail – die er „Postspeicher“ nennt. Ein unabhängiges Internet steht wohl aber zum Zeitpunkt des Schreibens noch nicht auf dem Plan. Dafür habe ich aber noch eine weitere Neuerung entdeckt, die mir so in der sozialistischen Gedankenwelt der Phantastik noch nicht untergekommen ist: Interplanetarer Sex. Der scheint zu funktionieren. Mehr wird aber nicht verraten. (mehr …)


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Erich Schmitt – Ein Planet wird gesucht

Erich Schmitt – Ein Planet wird gesucht - Cover

Erich Schmitt – Ein Planet wird gesucht – Cover

Ein Hardcover-Comic mit einer Science-Fiction-Geschichte aus dem Osten – wenn das mal nichts ist? Der Kinderbuchverlag Berlin hat es 1984 mit „Ein Planet wird gesucht“ von Erich Schmitt gemacht.  (mehr …)


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Alexander Kröger – Das Kosmodrom im Krater Bond

Das geht schnell mit dem Aufbau des Spannungsbogens bis zum Dilemma: Die (menschliche) Bevölkerung des Mars, die seit 250 Jahren den roten Planeten kolonialisiert, wird von einer Flotte centaurischer Raumschiffe überrascht, die plötzlich auftauchen. Sie fordern den Mars. Und dabei wird dort doch gerade am neuen Kosmodrom gearbeitet. (mehr …)


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Alexander Kröger – Sieben fielen vom Himmel

Die Idee zum Buch ist erfrischend neuartig: Perspektivwechsel. Nicht wir Menschen sind es, die in die Tiefen des Weltalls vorstoßen und dabei neues Leben entdecken. Nein: die Außerirdischen werden quasi frei Haus geliefert. Auf einem Expeditions-Schiff des großen Transporters J2 reisen sieben Kosmonauten vom Planeten Centaur durch unser Sonnensystem auf der Suche nach einem bewohnbaren Planeten. In der Umlaufbahn des Jupiter passiert eine Katastrophe mit dem Mutterschiff. Die Sieben entschließen sich daraufhin, mit den letzten Treibstoffreserven erst den vierten, dann den dritten Planeten des Sonnensystems (also die gute, alte Erde – oder in ihrer Sprache „Hoffnung“) anzusteuern. Für eine kontrollierte Landung reicht der Sprit nicht aus. In der Hochatmosphäre steigt das extraterrestrische Forscherkollektiv daraufhin aus und springt über dem Amazonas-Regenwald in Südamerika ab. Sechs bleiben zusammen, der siebte treibt ab. (mehr …)


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Karl-Heinz Tuschel – Inspektion Raumsicherheit

„Inspektion Raumsicherheit“ des DDR-Fleiß-Schriftstellers Karl-Heinz Tuschel ist kein Roman im klassischen Sinne, sondern eine Sammlung von sechs kurzen Geschichten rund um Jana und Pit (eigentlich ,Jupiter’) Holland. Das Pärchen mit deutlichem Altersunterschied arbeitet in der Inspektion Raumsicherheit – einer Einrichtung zur Untersuchung von Unfällen in der Raumfahrt. Dabei verfolgt der Sammelband eine zeitliche Linie vom Kennenlernen der beiden Kosmonauten bei einem Fährenabsturz auf dem Mond bis zur Zeit nach der Geburt des ersten gemeinsamen Kindes. (mehr …)

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Peter Lorenz – Blinde Passagiere im Raum 100

Wer bei Science Fiction an ein bestimmtes Literatur-Genre denkt, ist schief gewickelt. Viel zu bunt ist das weite Feld der Ausprägungen. Vom „Western im Weltall“ (die alten Star-Trek-Geschichten), über reine technische Abenteuerromane (Hans Dominik) bis hin zu düsteren Thrillern und LSD-Trips á la Arne Sjöberg kann „Wissenschaftsfiktion“ in jeder Ebene funktionieren. Mit „Blinde Passagiere im Raum 100“ geht Peter Lorenz in die Welt der Fabeln – und wagt sich an unbequeme Themen, die 1986 sicher nicht ganz einfach zu beschreiben und bewerten waren in der alten DDR. (mehr …)


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Heinz Vieweg – Ultrasymet bleibt geheim

Science Fiction ist nicht nur Raumfahrt, sondern hat auch auf der Erde schon immer gut funktioniert – etwa als utopische Vorschau in die Entwicklung der sozialistischen Industrie und der „Bruderhilfe“ zwischen der DDR und Algerien. Heinz Vieweg nimmt uns in „Ultrasymet bleibt geheim“ mit in die Sahara Algeriens, wo wir mit violetten Kristallen einen Rohstoff finden, der dem handelsüblichen Stahl um ein Vielfaches überlegen ist – und damit natürlich die kapitalistischen Neider herausfordert. (mehr …)


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Gerhard Matzke – Marsmond Phobos

Dieses Jugendbuch hat mich mehr als einmal schmunzeln lassen. Aber das darf man nicht falsch verstehen: Ich schmunzelte nicht über Schwächen der Geschichte von Marsmond Phobos, sondern über diese herrliche Naivität, mit der 1967 ein Jugendbuch über die Raumfahrt im Jahr 1988 geschrieben wurde. (mehr …)