Schlagwort: Außerirdische

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Carlos Rasch – Der blaue Planet

Zwei Welten treffen in Carlos Raschs zweitem Roman „Der blaue Planet“ (nach „Asteroidenjäger“) aufeinander. Die außerirdischen Raumfahrer des Schiffs „K u a“ müssen einen Zwischenstop auf ihrer Reise in die Außenbereiche der Milchstraße einlegen – und landen auf dem dritten Planeten einer gelben Sonne: richtig geraten. Sie landen auf der Erde. Sil, Gohati, Tivia und die anderen Heloiden treffen zur Zeit der Sumerer auf dem blauen Planeten ein – und werden prompt in die Verrichtungen der Menschen eingespannt, die sich – welch Wunder – gerade mal die Köppe einhauen wollen. (mehr …)


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Carlos Rasch – Asteroidenjäger

Was am Anfang nach einer Routine-Mission aussieht für die Asteroidenjäger von AJ-408, entpuppt sich rasch als großes Abenteuer im Weltraum. Zwischen Mars und Jupiter soll das Schiff mit seiner 37-köpfigen Besatzung im Trümmergürtel aufräumen und die Gefahren für die bemannte Raumfahrt minimieren. (mehr …)


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Günther Krupkat – Nabou

Gemeinhin wird ja angenommen, dass die Fortsetzung eines Buches schlechter als das ursprünglich Buch ist. Wenn das auf „Nabou“ zutrifft, dann freue ich mich jetzt schon auf das Original: „Als die Götter starben“ – denn ähnlich wie damals bei den Tolkien-Büchern, die ich als Teenager gelesen habe, bin ich auch hier wieder völlig entgegen der ursprünglichen Leserichtung unterwegs gewesen. Und Nabou rockt. (mehr …)


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Alexander Kröger – Energie für Centaur

Sprachlich ist „Energie für Centaur“ sicher der stärkste Band der Centauren-Trilogie. In der braungraudreckigen Wüste des zweiten Planeten von Proxima Centauri schmeckt man beim Lesen förmlich den Staub zwischen den Zeilen. Kröger blickt wieder weit in die Zukunft, antizipiert gar die Entwicklung der E-Mail – die er „Postspeicher“ nennt. Ein unabhängiges Internet steht wohl aber zum Zeitpunkt des Schreibens noch nicht auf dem Plan. Dafür habe ich aber noch eine weitere Neuerung entdeckt, die mir so in der sozialistischen Gedankenwelt der Phantastik noch nicht untergekommen ist: Interplanetarer Sex. Der scheint zu funktionieren. Mehr wird aber nicht verraten. (mehr …)


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Alexander Kröger – Das Kosmodrom im Krater Bond

Das geht schnell mit dem Aufbau des Spannungsbogens bis zum Dilemma: Die (menschliche) Bevölkerung des Mars, die seit 250 Jahren den roten Planeten kolonialisiert, wird von einer Flotte centaurischer Raumschiffe überrascht, die plötzlich auftauchen. Sie fordern den Mars. Und dabei wird dort doch gerade am neuen Kosmodrom gearbeitet. (mehr …)


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Alexander Kröger – Sieben fielen vom Himmel

Die Idee zum Buch ist erfrischend neuartig: Perspektivwechsel. Nicht wir Menschen sind es, die in die Tiefen des Weltalls vorstoßen und dabei neues Leben entdecken. Nein: die Außerirdischen werden quasi frei Haus geliefert. Auf einem Expeditions-Schiff des großen Transporters J2 reisen sieben Kosmonauten vom Planeten Centaur durch unser Sonnensystem auf der Suche nach einem bewohnbaren Planeten. In der Umlaufbahn des Jupiter passiert eine Katastrophe mit dem Mutterschiff. Die Sieben entschließen sich daraufhin, mit den letzten Treibstoffreserven erst den vierten, dann den dritten Planeten des Sonnensystems (also die gute, alte Erde – oder in ihrer Sprache „Hoffnung“) anzusteuern. Für eine kontrollierte Landung reicht der Sprit nicht aus. In der Hochatmosphäre steigt das extraterrestrische Forscherkollektiv daraufhin aus und springt über dem Amazonas-Regenwald in Südamerika ab. Sechs bleiben zusammen, der siebte treibt ab. (mehr …)


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Peter Lorenz – Blinde Passagiere im Raum 100

Wer bei Science Fiction an ein bestimmtes Literatur-Genre denkt, ist schief gewickelt. Viel zu bunt ist das weite Feld der Ausprägungen. Vom „Western im Weltall“ (die alten Star-Trek-Geschichten), über reine technische Abenteuerromane (Hans Dominik) bis hin zu düsteren Thrillern und LSD-Trips á la Arne Sjöberg kann „Wissenschaftsfiktion“ in jeder Ebene funktionieren. Mit „Blinde Passagiere im Raum 100“ geht Peter Lorenz in die Welt der Fabeln – und wagt sich an unbequeme Themen, die 1986 sicher nicht ganz einfach zu beschreiben und bewerten waren in der alten DDR. (mehr …)

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Arne Sjöberg – Andromeda

Ein Buch wie ein Drogentrip. Gleich im ersten Kapitel von Andromeda stirbt der Erzähler, der Protagonist Jorge Stenström. Danach geht es weiter über und durch den Planeten Piros, der selbst im Sterben liegt, dessen Himmel von zwei kosmischen Begleitern erhellt wird, zwischen denen Energie per gigantischen Blitzen übertragen wird, durch die Siedlung, die nur noch von einem Wesen genutzt wird. (mehr …)


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Arne Sjöberg – Die stummen Götter

Der Journalist Jorge Stenström landet mit der Besatzung des Raumschiffs ALGOL auf dem Planeten Tantalus. Dort machen sich die Abgesandten der Erde auf die Suche nach den Spuren der Tantaliden und werden auch bald fündig. Die rätselhaften Außerirdischen selbst aber bleiben den Suchenden verborgen.
Auf ihrem Weg in die Berge müssen die Raumfahrer bald erkennen, dass man den kosmischen Rätseln nicht allein mit menschlicher Logik begegnen kann. So führen die Entscheidungen der Menschen zwangsweise in die Katastrophe -die nur einer überlebt.
Arne Sjöberg (Pseudonym von Jürgen Brinkmann) schreibt so atmosphärisch dicht, dass man förmlich den Gewitterhall spürt, wenn man mit Jorge im Astrachan-Gefährt auf Tantalus sitzt. Der Regen klatscht an die Fenster, Zigarettenrauch wabert durch den Transporter. Ideenreich ist das Buch außerdem (wer hätte geglaubt dass Sjöberg/Brinkmann schon 1978 die Erfindung des E-Bikes antizipiert?) und düster.
Wer auf ein Happy End wartet, dürfte bei diesem Buch enttäuscht werden. Dafür gibt es aber eine Fortsetzung (Andromeda/Sjöberg).
Sjöberg/Brinkmann hatte noch einen dritten Teil der Geschichte in Planung, der aber nicht mehr erschienen ist. 1997 stirbt der Autor.

„Die stummen Götter“ erschien im Buchverlag Der Morgen mit der ISBN 978-3371000282.

Mein Beinahe-Nachbar Andreas Reber hat das „Die stummen Götter“ recht ausführlich rezensiert. Auch Uwe Godemann hat sich dem Roman und seiner Fortsetzung gewidmet.