Marsmenschen – Anthologie von Klaus Walther

Wie ein kleines „Who is who“ der internationalen Science Fiction liest sich das Inhaltsverzeichnis von Marsmenschen: Stanislaw Lem, die Gebrüder Strugazki, Ray Bradbury und Kobo Abe tauchen darin auf. Insgesamt 14 Texte vereinigt Klaus Walther in dem Buch von 1967, ergänzt von acht Anmerkungen, biographischen Angaben, Quellen und Hinweisen.

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Hans Dominik – Land aus Feuer und Wasser

Ein paar Jahre Zeit gelassen hat sich Hans Dominik mit der Veröffentlichung von „Land aus Feuer und Wasser“. Erschienen die beiden Vorgänger der „Professor-Eggerth“-Reihe noch 1933, so kommt der dritte Teil er 1939 in die Buchläden. Die Handlung ist kurz umrissen: Auf der Südsee-Insel, die wir aus „Ein Stern fiel vom Himmel“ schon kennen“, werden in einem Vulkan seltsame Stoffe gefunden, die sich unter Einfluss von Wasser ausdehnen. Continue reading „Hans Dominik – Land aus Feuer und Wasser“

Hans Dominik – Ein Stern fiel vom Himmel

Ursprünglich 1933 erschienen behandelt „Ein Stern fiel vom Himmel“ die Geschehnisse um eine Antarktis-Expedition, die durch den Einschlag eines Meteoriten (‚Boliden‘) schwer verwüstet wird. Nachdem die Einschlagstelle abgekühlt ist, machen sich die Flieger der Eggerth-Reading-Werke, die die Station mit Lebensnotwendigem versorgen, auf die Suche nach der Einschlagstelle. Continue reading „Hans Dominik – Ein Stern fiel vom Himmel“

Hans Dominik – Der Wettflug der Nationen

Ursprünglich 1933 erschienen behandelt „Der Wettflug der Nationen“ ein Luftfahrt-Rennen rund um den Globus, dass der verstorbene US-amerikanische Industrielle Reading in seinem Testament beschreibt. Der Gewinner bekommt nicht die Tochter des Industriellen zur Frau, dafür aber dessen gesamtes Lebenswerk: den Konzern, die Entwicklungsunterlagen und natürlich jede Menge Macht und Einfluss.

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Ronny Kabus – Juden der Lutherstadt Wittenberg im III. Reich

Es muss ein kalter Juni im Jahr 1935 gewesen sein. Der Wetterbericht im „Wittenberger Tageblatt“ schreibt von „über dem Reich liegenden polaren Luftmassen“. In der Lokalzeitung wird zudem ein neuer Oberbürgermeister im Amt begrüßt – Dr. Dr. Otto Rasch: gebürtiger Ostpreuße, Verwaltungsfachmann, Jurist, verhinderter Marine-Offizier.

Und Jahre später einer der größten Massenmörder des Zweiten Weltkrieges. Sein Amtsvorgänger, Regierungsassessor Dengler, wird mit einem gemütlichen Abend im Freitagsklubzimmer von „Balzers Festsälen“ verabschiedet. Ein Karrieremensch Rasch will „mit heißem Herzen an die ihm hier zufallenden Aufgaben herangehen“. Der am 7. Dezember 1891 in Friedrichsruh (heute Teil der russischen Exklave Kaliningrad) geborene Politikwissenschaftler und Jurist ist ein Karrieremensch. Vor dem ersten Weltkrieg hatte er sich in die Grundlagen der Verwaltung eingearbeitet, arbeitete dann als Privatsekretär bei einem Grafen. Continue reading „Ronny Kabus – Juden der Lutherstadt Wittenberg im III. Reich“