Zwischen Sarg und Ararat – Werner Steinberg

Stell dir vor, du erwachst in einem Raumschiff. Deine Kollegen von der Besatzung sind während der Reise geboren, kaum einer von ihnen kennt noch persönlich die Startwelt. Und absehbar in den nächsten Generationen wird niemand deiner Mitreisenden auf die Erde zurückkehren. Wenn du dir das vorstellen kannst, dann bist du als Leser schon mittendrin Zwischen Sarg und Ararat.

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Gerichtstag auf EPSI – Richard Funk

Elf Lichtjahre von der Erde entfernt treffen in Gerichtstag auf Epsi Kapitän Lar und seine Crew auf einen bewohnten Planeten im System Epsilon Eridani. Das Vorauskommando wird dabei von einem Steinschlag überrascht. Viel größer als der Schreck über dieses Unglück ist aber, dass sie bald darauf auf Leben treffen. Außerirdisches Leben.

Und das sieht aus wie menschengroße Spinnen.

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Mittag 22. Jahrhundert – Arkadi und Boris Strugazki

Zehn Geschichten, ein Universum. Die Welt von Mittag 22. Jahrhundert, in der die Gebrüder Strugazki ihre Helden auftreten lassen, ist die Welt, wie sich die beiden russischen Brüder eine (kommunistische) Zukunft und den Weg dorthin bis ins 22. Jahrhundert vorstellen. Nein, keine Welt des „real existierenden Sozialismus“ – echter gesellschaftlicher Fortschritt, in dem der Erkenntnisgewinn der Menschheit höchstes Gut geworden ist. Aber ich greife dem Fazit schon vor – deswegen von vorn:

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Wolf D. Spiethoff – Besuch aus dem All

Eigentlich lässt sich die Geschichte von Besuch aus dem All in wenigen Sätzen zusammenfassen: Außerirdische besuchen zum ersten Mal die Erde. Trotz hartnäckigster Versuche wird keine verbale Kommunikation zwischen den „Kosmoniden“ und den Menschen zustande kommen. Trotzdem scheiden beide Zivilisationen friedlich voneinander – und nicht für immer. Continue reading „Wolf D. Spiethoff – Besuch aus dem All“

Carlos Rasch – Der blaue Planet

Zwei Welten treffen in Carlos Raschs zweitem Roman „Der blaue Planet“ (nach „Asteroidenjäger“) aufeinander. Die außerirdischen Raumfahrer des Schiffs „K u a“ müssen einen Zwischenstop auf ihrer Reise in die Außenbereiche der Milchstraße einlegen – und landen auf dem dritten Planeten einer gelben Sonne: richtig geraten. Sie landen auf der Erde. Sil, Gohati, Tivia und die anderen Heloiden treffen zur Zeit der Sumerer auf dem blauen Planeten ein – und werden prompt in die Verrichtungen der Menschen eingespannt, die sich – welch Wunder – gerade mal die Köppe einhauen wollen. Continue reading „Carlos Rasch – Der blaue Planet“

Alexander Kröger – Sieben fielen vom Himmel

Die Idee zum Buch ist erfrischend neuartig: Perspektivwechsel. Nicht wir Menschen sind es, die in die Tiefen des Weltalls vorstoßen und dabei neues Leben entdecken. Nein: die Außerirdischen werden quasi frei Haus geliefert. Auf einem Expeditions-Schiff des großen Transporters J2 reisen sieben Kosmonauten vom Planeten Centaur durch unser Sonnensystem auf der Suche nach einem bewohnbaren Planeten. In der Umlaufbahn des Jupiter passiert eine Katastrophe mit dem Mutterschiff. Die Sieben entschließen sich daraufhin, mit den letzten Treibstoffreserven erst den vierten, dann den dritten Planeten des Sonnensystems (also die gute, alte Erde – oder in ihrer Sprache „Hoffnung“) anzusteuern. Für eine kontrollierte Landung reicht der Sprit nicht aus. In der Hochatmosphäre steigt das extraterrestrische Forscherkollektiv daraufhin aus und springt über dem Amazonas-Regenwald in Südamerika ab. Sechs bleiben zusammen, der siebte treibt ab. Continue reading „Alexander Kröger – Sieben fielen vom Himmel“