Günther Krupkat – Die Unsichtbaren

Ich schicke gleich eines vorneweg: Dieses Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Warum? Ganz einfach: Die Unsichtbaren ist eine Mischung aus gutgedachter Zukunftsvision, ein wenig Liebesgeschichte und Agententhriller auf der Erde und im Weltraum. Continue reading „Günther Krupkat – Die Unsichtbaren“

Alexander Gerst, Start ins All und Youtube

Blick von der ISS zur Erde.
Blick von der ISS zur Erde. skeeze / Pixabay

Alexander Gerst, der ESA-Astronaut, überwindet heute die Große Grenzen und fliegt zum zweiten Mal ins Weltall. Der Vulkanologe wird mit seinen Crew-Kameraden von der gleichen Rampe wie 1961 Juri Gagarin in Baikonur abheben und wenige Stunden später an der ISS andocken.

Interessant finde ich, welche witzigen Rituale Gerst dabei durchlaufen muss. Eines davon ist, dass beim Verlassen des Hotel Cosmonaut in Baikonur seit den alten Sowjetzeiten dieses Lied hier gespielt wird:

Der vollständige Text, rudimentär übersetzt, könnte folgendermaßen lauten (Quelle: https://lyricstranslate.com/de/trava-u-doma-trava-u-doma-rasen-am-haus.html#ixzz5Hdbrm8NE)

Rasen am Elternhaus

Im Fenster taucht die Erde auf,
Im Fenster taucht die Erde auf,
Im Raumschiff-Fenster taucht die Erde auf …
So wie dem Sohn die Mutter fehlt,
So wie dem Sohn die Mutter fehlt,
So fehlt uns unsre Erde hier im All.

Auch wenn wir Sternen näher sind,
Auch wenn wir Sternen näher sind,
Sie bleiben trotzdem kalt und distanziert.
Und wie bei Sonnenfinsternis,
Und wie bei Sonnenfinsternis,
Geduldig warten wir auf warmes Licht.

Wir träumen nicht vom Lärm des Raumfahrthafens,
Und nicht von diesem eisigkalten Blau.
Wir träumen nur vom grünen, grünen Rasen,
Vom grünen Rasen vor dem Elternhaus.

Wir sind auf orbitalem Kurs,
Hier fliegt jetzt keiner außer uns,
Meteoriten säumen unsren Weg.
Verstand und Mut sind angebracht,
Und kosmischer Orchesterklang
Begleitet unser sachliches Gespräch.

In einem neblig-matten Dunst,
Verschwindet Erde unter uns,
In Morgen- oder Abendrot getaucht.
Und wie dem Sohn die Mutter fehlt,
Und wie dem Sohn die Mutter fehlt,
So fehlen Müttern Ihre Söhne auch.

Wir träumen nicht vom Lärm des Raumfahrthafens,
Und nicht von diesem eisigkalten Blau,
Wir träumen nur vom grünen, grünen Rasen,
Vom grünen Rasen vor dem Elternhaus.

Und am Vorabend des Start gucken die Kosmonauten diesen Film hier:

Den Start im Livestream gibt es hier ab 12 Uhr beim DLR zu sehen:

Mach’s gut, Alexander Gerst! Ich freue mich auf Deine Beiträge und Fotos aus dem All! Man kann ihm auf Facebook und Instagram folgen.

Curt Siodmak – Die Stadt im All

Worüber man durch Zufall im Internet doch alles stolpert: Die Stadt im All von Curt (oder Kurt) Siodmak ist jedenfalls ein lesenswerter Ausflug in die nähere Zukunft der Erde und ihrer Raumfahrt – aus der Perspektive der frühen 1970er Jahre. Und sie nimmt einige interessante technische Entwicklungen vorweg. Continue reading „Curt Siodmak – Die Stadt im All“