Verstorben: Carlos Rasch

Wie ich heute per Nachruf auf der Andymon-Facebook-Seite von Thomas Franke erfahren erfahren habe, ist schon vor Wochen der DDR-Science-Fiction-Autor Carlos Rasch verstorben.

Carlos Rasch wurde am 6. April 1932 im brasilianischen Curitiba als Sohn deutscher Eltern geboren. Diese zogen, als Carlos sechs Jahre alt war, zurück nach Deutschland – wo der Junge bis 1944 in Elbing (dem heutigen Elblag in Polen) aufwuchs. Nach Stationen in Calbe (Saale) und Köthen ging Rasch 1963 nach Falkensee. Seit dem Jahrtausendwechsel lebt er in Brieselang, wo er jetzt auch verstarb.

Nach dem Krieg arbeitete er zunächst als Dreher, ab 1951 dann beim Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienst ADN. Er beginnt neben der journalistischen Tätigkeit mit dem Schreiben von phantastischer Literatur, ab 1965 freischaffend.

Carlos Rasch war neben zahlreichen Veröffentlichungen auch an der Planung für die 13-teilige Weltraumserie „Raumlotsen“ des DDR-Fernsehens beteiligt, die aber nie produziert wurde. Er fällt in politische Ungnade, die bis in die 1980er Jahre anhält. Nach der politischen Wende in der DDR veröffentlichte er Skripte von „Raumlotsen“ als eigenständige Bücher. Außerdem arbeitete er im Havelland als Lokaljournalist für die Märkische Allgemeine Zeitung, bis er 1997 in Rente geht.

Ein Bild von Carlos Rasch kann man sich hier machen. Mehr Informationen zum Autor und seinen weiteren Büchern, die nach der Wende in der Edition Digital wiederbelebt wurden, gibt es hier: http://edition-digital.de/blog/rasch/

Ich selbst habe bisher von ihm folgende Bücher rezitiert:

Der blaue Planet

Asteroidenjäger