Start zur Unterwasserstadt – Rolf Ulrici – Monitor 4 (Original: „„Monitor“ startet zur Unterwasserstadt“)

Ein Jahr ist vergangen. Die Freunde kehren in den Ferien zurück an die Küste der Biskaya – und finden dort weder Professor Charivari noch Superhirn vor. Ihnen wird nur eine seltsame Warnung in Form eines selbstzerstörenden Briefes übergeben.

Als sie sich auf die Suche nach dem Spukgespenst von Marac, dem unheimlichen Ritter Marmozan, machen, treffen sie auf Superhirn. Dort im Schloss, dass einst eine Küstenwachstation war, nehmen sie über die nun schon bewährte, aber gut versteckte telepathische Brille Kontakt mit dem Professor auf und versuchen das Geheimnis zu ergründen, warum eine überdimensionale Möwe im Hochmoor abstürzt. Was das Ganze mit dem Überflug der französischen Kunstflugstaffel zu tun hat? Und warum das Städtchen Marac vor einem durchgedrehten Roboter gerettet werden muss?

Das alles erfahren wir, nachdem wir im „“ abgehoben sind, eine Verbindung mit Charivari steht und die Ursachen für den Treibstoffverlust und das seltsame Verhalten des Raumschiffes erklärt wurden. Und zum Abschluss gibt es natürlich noch eine fulminante Schlacht gegen Riesenhaie – mit Blutplasma und Ultraschallwellen!

Fazit

Während der ersten drei Viertel des Buches baut sich zwar Spannung auf, richtige Handlung ist aber nicht vorhanden. Das Finale macht das aber wieder wett. Interessant: Superhirn emanzipiert sich erstmals und widerspricht dem Professor vor versammelter Mannschaft.

Über das Buch Start zur Unterwasserstadt

Start zur Unterwasserstadt - Rolf Ulrici - Buchcover
Start zur Unterwasserstadt – – Buchcover

Meine Ausgabe vom Fischer-Verlag ist die 1979er Neuauflage von „„Monitor“ startet zur Unterwasserstadt“, dass 1973 bei Schneider erschienen ist. Die Illustrationen liefert wieder Franz Reins, wissenschaftliche Beratung erledigte Dr. Walter Baier. Die ISBN des 94 Seiten langen Bandes lautet 3-439-79616-7. Auf der letzten EInband-Doppelseite befindet sich das Glossar.

Klappentext

Ausgerechnet auf einem Spukschloß bekommen die fünf Jungen und das Mädchen Tati wieder Verbindung mit ihrem verlorengeglaubten Raumfahrt-Professor! Und er braucht sie auch bald wieder – im Kampf gegen wildgewordene Roboter und angriffslüsterne Riesenhaie.So bewahren sie die Unterwasserstadt des Professors vor schwerem Schaden!

Über den Autor Rolf Ulrici

Rolf Stitz-Ulrici wurde am 7. März 1922 in Berlin geboren, wo er auch das Gymnasium besuchte, bevor er als Wehrmachtssoldat am Nordafrika-Feldzug teilnahm (übrigens wie mein Großvater, der vom gleichen Jahrgang ist).

Rolf Ulrici - Screenshot aus "Wie ein Jugendbuch entsteht", (C) EGMONT Schneiderbuch
Rolf Ulrici – Screenshot aus „Wie ein entsteht“, (C) EGMONT Schneiderbuch

Er wurde nach dem Krieg bekannt als Jugendbuchautor, die er teilweise unter den Pseudonymen Rex Corbett, Hans Korda und Hans Rodos schrieb. 1953 erhielt der den Deutschen Jugendbuchpreis. 1960 gab der Schneider-Verlag einen Dokumentarfilm in Auftrag, der unter dem Titel „Wie ein Jugendbuch entsteht“ Rolf Ulrici bei der Produktion des Buches „Kai erobert Brixholm“ begleitet.

https://www.youtube.com/watch?v=Brk8Qjcc7-w

Rolf Ulrici starb am 27. September 1997 in Prien am Chiemsee.

von Rolf Ulrici

Mit Geheimer Start legt Rolf Ulrici den Grundstein gleich für mehrere Jugendbuchreihen, die ich hier nach Angaben von Detlef Heinsohn einmal ordnen will. Mehr oder weniger konsistent bleibt die Besetzungsliste:

  • Marcel (Superhirn, 14)
  • Die Geschwister Henri (13), Tatjana (12) und Micha (8)
  • Gérard (13) und Prosper (13)
  • Zwergpudel Loulou

Monitor

Die eigentliche „Monitor“-Reihe besteht dabei aus sechs Bänden im Schneider-Verlag, die später als zwei Sammelbände noch einmal neu herausgegeben werden (Illustrationen Hans Held). 1979 erfolgt eine Neuauflage der sechs Bände beim Fischer-Verlag in Göttingen, die von Franz Reins illustriert und teilweise mit anderen Titeln versehen sind. Gleichzeitig erscheinen bei Fischer auch Sammelbände der Bücher, die aber in drei Ausgaben jeweils nur zwei Titel bündeln.

  1. Geheimer Start (gleicher Titel bei Fischer)
  2. Verfolgungsjagd im Weltall (gleicher Titel bei Fischer)
  3. Raumschiff „Monitor“ verschollen (Fischer: Raumschiff verschollen)
  4. „Monitor“ startet zur Unterwasserstadt (Fischer: Start zur Unterwasserstadt)
  5. Neuer Kurs für „Monitor“ (Fischer: Auf neuem Kurs)
  6. Landung auf Raumstation „Monitor“ (Landung auf der Raumstation)

Giganto

Zwischen 1975 und 1977 erscheint die Giganto-Reihe beim Schneider-Verlag, die in der Original-Auflage ebenfalls in sechs Bände gegliedert ist und von Hans Held illustriert wurde. 1977 kommt ein Sammelband mit den ersten vier Titeln bei Schneider auf den Markt. Zwischen 1981 und 1982 nimmt Fischer die Giganto-Bände ins Programm, die wieder mit anderen Covern (illustriert von Franz Reins) und teilweise geänderten Titeln verlegt werden. 1982 bringt Fischer wieder jeweils zwei Titel zusammen in einem Sammelband heraus.

  1. Giganto meldet: Vorstoß in die Erde! (Fischer: Vorstoß in die Erde)
  2. Giganto meldet: Über uns ein Vulkan! (Fischer: Im Tal des Schreckens)
  3. Giganto meldet: Schiffbruch in der Erde! (Fischer: Die Rakete in Gefahr)
  4. Giganto meldet: Alarm im Erdball! (Fischer: Die große Explosion)
  5. Giganto meldet: Erdschiff verschollen! (Fischer: Rettung in letzter Sekunde)
  6. Giganto meldet: Ziel erreicht! (Fischer: Sieg über die Dämonen)

Weltraumklipper

Dazu gesellt sich – wieder in sechs Bänden – die Weltraumklipper-Reihe in den Jahren 1979 bis 1984. Sie erscheinen im Kibu-Verlag in Menden, illustriert von Walter Rieck.

  1. Geisterrakete
  2. Kampf um den Mars
  3. Gespenster aus dem All
  4. Landung in der Falle
  5. Notruf aus dem Nichts
  6. Planet der Kraken

Superhirn

Als Spinoff folgt 1982 endlich die Superhirn-Reihe mit – wen wundert’s? – sechs Bänden im Fischer-Verlag, Göttingen (Illustrationen: Franz Reins).

  1. Der Hexer wird entlarvt
  2. Interpol steht vor einem Rätsel
  3. Der weiße Spuk
  4. Unheimliche Strahlen
  5. Ein Zug verschwindet
  6. Stoppuhr des Grausens

Tele Phantom

1983 gibt es noch einmal eine Fortsetzung als

  1. „Tele Phantom – Das große Auge“ und
  2. „Tele Phantom – Der geheimnisvolle Gru“, ebenfalls bei Fischer, Göttingen erschienen und von Franz Reins illustriert.