Heute hatten wir Besuch. Ich bin ja da noch ein gebranntes Kind, wenn ich mich an die Vorgängerin erinnere, die sich anmaßte, im damaligen Sorgerechtsprozess aus 45 Minuten Besuch bei mir und deutlich mehr bei der Mama (inklusive Kaffeetrinken und so) ein objektives Lagebild zu machen. Das war auch die gleiche Dame, die mir Starrköpfigkeit vorwarf, als ich nach meinem (!) Kompromißvorschlag zu Weihnachten darauf beharrte, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind:
L.: Herr Baumbach, sie ist die Mutter. Sie hat ein Recht drauf, ihre (!) Tochter an Heiligabend bei sich zu haben.
Papa: Und ich? Ich bin der Vater? Steht mir nicht das gleiche Recht zu?
L.: Jetzt seien sie mal nicht so dickköpfig!
Auf meine Frage, was denn aus der Mitarbeiterin geworden ist, erfuhr ich nur, dass sie nicht mehr dort arbeitet. Einer weiteren Rückfrage wurde ausgewichen. Entweder ist sie also rausgeflogen oder befördert worden. Hauptsache ist aber, dass sie mittlerweile ungefährlich ist. Hoffe ich.
Lange Rede, kurzer Sinn: Die nette Dame vom Jugendamt war heute da und hat sich von mir (nochmal) den Fall schildern lassen. Danach hat sie sich mit RIeke unter vier Augen unterhalten und kam nach fünf Minuten wieder mit der Aussage: “Da war was. Sowas denkt sich ein Kind nicht aus.” Auf ihre Frage, wie ich mir denn nun die Änderungen am Umgangsrecht vorstellen würde, war sie dann ganz baff. Ich will daran nichts ändern. Die Mama soll verdammt nochmal in der Pflicht stehen, sich wenigstens aller vierzehn Tage um Rieke zu kümmern.
___ Der Rest dieses Blogeintrags wird aufgrund einer Gerichtsentscheidung, die ich mangels innerer Energie nicht anfechten werde, zensiert. Es lebe die Verdachtsberichterstattung und die Pressefreiheit! ___
Das vorsichtige Vorfühlen nach einer Weihnachtsregelung brachte mir dann wieder in Erinnerung, dass sich die Mama bis heute (17.Dezember!) dazu auch noch nicht geäußert hat. Ich hab dann von angeboten, dass sie die Maus an den beiden Weihnachtstagen tagsüber in Wittenberg bei den Großeltern haben kann. Mal sehen, ob sie darauf irgendwie reagiert.
Zu meinem Vorschlag, dass ich ihr die Maus am kommenden Wochenende entgegenfahre, dass sie sich wenigstens ein bißchen sehen, habe ich immer noch keine Aussage von ihr. Langsam aber sicher reift die bittere Erkenntnis in mir, dass diese Mutter ihre Tochter gar nicht sehen will.
Und ich hab bald keine Kraft mehr, sie ständig dazu zu zwingen. Wer nicht will, der hat. Ich jedenfalls hab jetzt ein Alternativ-Wochenend-Programm für uns beide gestrickt. Dann eben ohne Mama.
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