Ich habe ja vor einigen Wochen bereits über die wohltalentierte Miriam geschrieben. Heute ist es nun soweit – ihr tolle Musik ist endlich in meiner digitalen Welt angekommen und kann bei den Branchengrößen gekauft werden. Und ich bin einer der ersten Journalisten, der sich ob mit einer Interview-Anfrage bis zu ihr durchschlagen konnte!
AB: Hallo Miriam! Du hast vor knapp drei Wochen Dein neues Album “Zwischen den Zeilen” vorgestellt. Wie sind die ersten Reaktionen Deines Publikums darauf ausgefallen?
Miriam Spranger: Ich habe bisher nur Gutes gehört – sogar von Menschen, die ich gar nicht persönlich kenne. Die meisten kennen mich aus meinen Videos im Internet – nur mit meiner Gitarre. Da hatte ich schon die Befürchtung, dass es einige zu sehr arrangiert finden. Kritik in dieser eher technischen Richtung blieb aber bisher aus.
AB: Wie entstehen Deine Songs? Nimmst Du autobiographische Elemente mit in Deine Texte auf?
Miriam Spranger: Ja, auf jeden Fall steckt in den meisten Songs etwas aus meinem Leben. Wie viel, verrate ich aber nicht. Es soll ja Spielraum zur Interpretation geben – man soll ja gerade in meinen Liedern “Zwischen den Zeilen” lesen. Aber mal als Beispiel: ich hab bei Youtube einige Songs von Annett Louisan eingesungen – und als ich im letzten Frühjahr bei einem ihrer Konzerte war, fragte sie mich: “Kann es sein, dass ich Dich schon mal auf Youtube gesehen habe?” – In den Tagen darauf hatte ich ein großes Grinsen im Gesicht – und das war die Geburt von “Frag nicht warum!”.
AB: Du spielst auf dem Album viele Instrumente selbst – welche beherrscht Du alle und seit wann machst Du Musik?
Miriam Spranger: Ich habe bis auf das Piano in “Zweifel” alles selbst gespielt. Und das hab ich dann zuhause aufgenommen und abgemischt. Beim “Muskelkater” hat es ganz schön lange gedauert, bis ich dieses Schnurren im Kasten hatte! Vor sechs Jahren habe ich mir selbst das Gitarrespielen beigebracht – dabei kann ich bis heute so gut wie keine Noten lesen.
AB: Was für eine Musikerin bist Du?
Miriam Spranger: Wenn man den Meinungen anderer Menschen glaubt: ein Multitalent. Oder ein Allround-Dilettant. Ich kann halt viel, aber nichts so richtig.
AB: Und wo siehst Du Dich selbst in fünf Jahren?
Miriam Spranger: Ich versuche mich nicht auf die einen Lebensplan zu beschränken. Ich sehe den Entwicklungen gelassen entgegen und hoffe natürlich, dass ich dann mit meinem Mediendesign-Studium fertig bin. Man muss ja auch nicht bei einem Major-Label unter Vertrag stehen um von der Musik leben zu können. Ich bin jedenfalls Optimist, dass ich mir keine Sorgen um meine Zukunft machen muss. Wichtig ist mir nur, dass ich auch in fünf Jahren immer noch ich selbst bin. Nur dann eben mit mehr Erfahrung.
AB: Deine Texte sind – wie der Titel bereits verrät – tiefsinnig, teilweise sybillinisch formuliert. Meinst Du, damit ein Publikum anzutreffen? Wo siehst Du Deine “Zielgruppe”?
Miriam Spranger: Ja, ich denke schon. Viele Menschen denken, was ich singe. Manche fragen sich auch, wie ich über bestimmte Dinge singen kann. Dass ich dafür zu jung sei. Eine bestimmte Zielgruppe werde ich dabei nie haben – außer den Menschen, die sich die Zeit nehmen, über meine Texte nachzudenken.
AB: Woran arbeitest Du zur Zeit?
Miriam Spranger: Mein Studium und meine Musik unter einen Hut zu kriegen! Ich singe noch in einer Johnny-Cash-Coverband, die einen gut gefüllten Terminplan hat. Und mit meinem neuen Album trete ich auch auf. Da schmilzt die Freizeit ganz schön zusammen. Und an neuen Liedern arbeite ich ja auch noch.
AB: Du hast jetzt noch einmal Gelegenheit, drei Dinge besonders zu loben und unseren Lesern ans Herz zu legen. Bücher, Lieder, Kneipen…
Miriam Spranger: Lest das Tagebuch der Anne Frank! Wählt kein Mathe ab – irgendwie braucht man das ja vielleicht mal irgendwo. Geht ins Kino statt ins Internet! Und denkt immer dran: das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen.
AB: Wo findet man Dich demnächst live auf der Bühne?
Miriam Spranger: Überall in ganz Deutschland. Einen kompletten Terminplan meiner Auftritte gibt es auf meiner Internet-Seite
www.miriamspranger.de
AB: Und jetzt nochmal ganz konkret für Dich: Lieblingsbuch? Lieblingsfilm? Lieblingssong (und Interpret)?
Miriam Spranger: Buch: “Das Tagebuch der Anne Frank”, die Bücher von Astrid Lindgren. Und Dan Brown.
Film: “Schindlers Liste”, “Die Kinder des Monsieur Matthieu”
Lied: ich mag Annett Louisan sehr gern. – “Ich …be Dich” von ihr gefällt mir sehr gut. Und “Cannonball” von Damien Rice. Es ist ja nicht so, dass ich nichts Englisches höre, nur weil ich auf Deutsch schreibe.
Das Album “Zwischen den Zeilen” gibt es zum Download unter folgenden Links:
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