Das Leben geht weiter…

Auch neben dem Foto-Postproduction-Wettbewerb geht das Leben irgendwie weiter. Von den bahnbrechenden Veränderungen in meinem Privatleben schreibe ich ja hier nicht mehr (wen es interessiert, der darf sich gern per Mail erkundigen ;-) , dafür aber noch über den beruflichen Fortschritt.

Und heute haben es gleich zwei meiner Artikel für die Mitteldeutsche Zeitung in den Online-Bereich geschafft. Einmal war ich gestern mit Rieke bei einem sehr, sehr niedlichen Mieterfest in Wittenberg.

Und dann hab ich neulich vom Ausschuß für Bau, Sanierung und Verkehr eine interessante Geschichte über ewig anhaltende Genehmigungsverfahren mitgebracht. Es geht um die 16 schwimmenden Ferienhäuser, die in der Zukunft auf meinem Segelrevier – dem Bergwitzsee – entstehen sollen.

Über die Melanchthontage der Gegenwartsliteratur am vergangenen Wochenende schreibe ich morgen, dann ist das Video auch online…

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Selbst-Disqualifikation

Ja, ja – so etwas gibt es unter Kollegen auch. Wenn einer aber auch noch gegen einen anderen stichelt, permanent und unterhalb der Gürtellinie – dann sollte er wenigstens darauf achten, welche Scheiben seines Glashauses er einwirft. Und die Rechtschreib-Scheibe hat es ihm grad so angetan, daß es mir in den Augen brennt. Hier ein Beispiel, wie ein Journalist sich in vier (!) Absätzen selbst ins Aus schießt.

“Vielleicht ist er aber auch Beratungsresistent (Lieber Kollege, dieses ‘b’ wird klein geschrieben)

Wenn ich ihm sage…he…dein Video ist unscharf, benutze doch lieber ein Stativ und ziehe die schärfe (und dieses ‘S’ hier groß) per Hand…ist das dann ein guter Rat oder ein Angriff auf die Person. (Der Gebrauch richtiger Satzzeichen erleichtert das Lesen ungemein. Hier wäre ein ‘?’ angebracht gewesen.)

Seltsam ist nur…das es alle sehen, das (mal von der grausamen Grammatik-Konstruktion dieses Satzes abgesehen – hier gehören Doppel-S hin. Oder ‘ß’ für meine oldschool-Fans) seine Videos total unscharf sind, sie trauen sich aber nicht es ihm zu sagen…warum ist das so !

Das ganze (großes ‘G’!) hat wohl mit Psychologie zu tun und sollte eher von denen Beantwortet (und nochmal kleines ‘b’) werden (und hier könnte man ein Komma setzen!) die sich da auskennen.”

Quelle

Warum schreibe ich das hier in meinem Weblog? Normalerweise würde ich heimlich drüber lächeln, wie er sich selbst disqualifiziert – aber nach all den Attacken gegen die mir persönlich sehr lieb gewordene Zielscheibe seiner Giftpfeile ist es Zeit, auch mal meine Ablehnung solch eines Gehabes  auszudrücken. Und das kann ich als Kommentar auf seinem Blog (wo es eigentlich hingehört) nicht tun, weil er diesen nicht freischaltet. Darum also der Umweg über mein eigenes Weblog.

Wer den lieben Action-Foto-Kollegen unterstützen möchte bei der Suche nach Themen, der kann sich mit ihm in Verbindung setzen. Und Mitfahrer sucht er (Immer noch? Warum will nur niemand da mitfahren?) auch – für eine Foto-Expedition in die Wutachschlucht. Zusätzlich zum Wedeln mit dem Spritgeld-Scheck sollte man auch erstmal vorsichtig nachfragen, wann es denn die rechte Zeit für die gemeinsame Fahrt in den Wald ist. Aus familiären Gründen muss er nämlich  erstmal kürzer treten.

Viel Glück, mein Lieber! Und hör bitte auf, rechtschaffene Leute zu ärgern – oder stell Dich der Diskussion in den eigenen Kommentaren.

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Koinzidenzen bei Konzertfotografien

Erschreckend, dass man mich schon vor Jahrzehnten kopiert hat:

Gefunden bei EinesTages – Zeitgeschichte auf SpiegelOnline

Und hier ist mein Original dieses Bildes, aufgenommen am letzten Wochenende beim Lutherrock in Wittenberg, erkennbar ist Neo Scope, der Sänger der Dessauer Düsterrocker von “Down Below”:

Die Bilder vom Lutherrock gibt es auch im Shop zum Download.

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Lieblingsmusik

Ich liebe das digitale Zeitalter. War ich doch neulich im Independent in Wittenberg, um einen Milchkaffee zu trinken (so wie früher in der Abiturzeit) – und da höre ich über die Lautsprecher einer sehr entspannten, wohlklingen Formation beim Musikmachen zu. Iphone raus, “Shazaam” gestartet (das ist ein Programm, dass sich ein paar Sekunden lang ein Lied anhört und diesen dann anschließend identifiziert und einen Einkaufslink zu iTunes anbietet) – und anschließend gleich das Album “Dreams” von “The Whitest Boy Alive” gekauft. Dumm an der Geschichte war nur, dass jetzt mein Telefon eine permanente Onlineverbindung brauchte um das Album auch runterzuladen. Daran hatte ich natürlich nicht gedacht – und brauchte dann prompt noch ein Autoladegerät, weil der Akku nach drei Stunden Herunterladen im GPRS-Netz alle war.

Die Musik war es jedenfalls wert. Hier eine Hörprobe: “The Whitest Boy Alive – Don’t Give Up”

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Nachtrag zu den Gohrauer Jugendfastnachten

Der diesjährige Veranstalter Carsten Stolze hat in der Dorfchronik gewühlt und einen recht interessanten Artikel zur Geschichte der Jugendfastnachten geschrieben.

Nachzulesen auf Carsten Stolze’s Weblog.

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Dokumentation und Wertschätzung

Ich bin jetzt seit mehreren Tagen dabei, mit meinem Großvater in jeweils einstündigen Sitzungen “Interviews” aufzunehmen. Warum? Der gute Mann wird im Februar achtzig Jahre alt, und ist vor relativ genau fünfundsechzig Jahren aus seiner Heimat vertrieben worden. Jedesmal, wenn er davon auf einer Familienfeier zu erzählen begann, verdrehten die umsitzenden die Augen oder Namen ihn ob der ollen Kamellen auf die Schippe.
Ich muss zugeben, ich hab auch erst dran gezweifelt, ob es Sinn macht, die Lebensgeschichte meines Großvaters so technisch und umfangreich zu dokumentieren. Nach der dritten Sitzung aber bejahe ich das. Vollkommen.
Selbst, wenn es niemanden nach ihm (uns) mehr interessieren sollte, was er “hier zu Protokoll” gegeben hat, ist es doch eine Aufarbeitung einer für ihn offensichtlich immer noch bewegenden Geschichte und Zeit. Ich hätte nicht gedacht, dass ich meinen ollen “Odader” mal so aufgeregt erlebe, wie in den Stunden jetzt vor dem Mikrophon. Piepegal, ob uns danach jemand auf die Schippe nimmt. Wir ziehen das jetzt durch. Auch für Rieke.

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Ich bin jetzt seit mehreren Tagen dabei, mit meinem Großvater in jeweils einstündigen Sitzungen “Interviews” aufzunehmen. Warum? Der gute Mann wird im Februar achtzig Jahre alt, und ist vor relativ genau fünfundsechzig Jahren aus seiner Heimat vertrieben worden. Jedesmal, wenn er davon auf einer Familienfeier zu erzählen begann, verdrehten die umsitzenden die Augen oder Namen ihn ob der ollen Kamellen auf die Schippe.
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Manipulation und Bildausschnitt

Viele kennen ja die Geschichte von der Retusche eines Fotos, auf dem Trotzki und Kamenew auf Geheiß Stalins neben Lenin entfernt wurden. Das eine ganz einfache Manipulation der Bildaussage aber auch nur über den Bildschnitt erfolgen kann, sieht man auf diesem Bild sehr schön:

Zur Originalgröße des Bildes

Und beim Betrachten dieses ja auch durchaus zeitungstauglichen Bildes wollen wir uns stets die publizistischen Grundsätze des Presserates vor Augen halten, hier insbesondere Artikel 2 – Sorgfalt:

Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.

via Robert Kneschke und via André Vatter, der Link zur Originalquelle fehlt mir leider. Kennt den sonst vielleicht einer meiner Leser?

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Vertrauensvorschuss

Ja, den genieße ich wohl grad. Zumindest kommt es mir so vor. Und das ist ein verdammt gutes Gefühl, wenn man selbstständig arbeiten darf. Okay, hin und wieder schwimme ich zwar – aber he, ich hab gleichzeitig auch das Gefühl, dass ich jederzeit jeden um Rat fragen kann, ohne den Kollegen auf den Wecker zu gehen. So hab ich heute morgen eine Geschichte am Telefon zu Ende recherchiert, eine Meldung aus ner Redaktions-Info gebastelt und war dann heute nachmittag allein bei einem Außentermin. Da ist natürlich kein Blockbuster dabei – aber ich bin überwältigt, dass ich am Tag drei meines Praktikums so viel alleine darf. Da könnte sich mancher meiner richtigen Arbeitgeber mal ne Scheibe von abschneiden!
Die Motivation liegt dementsprechend sehr hoch. Kunststück. Ich darf mich ja auch austoben!
Und morgen abend wird der Golf dann endlich abgeholt. Hab heute den Verkauf per Handschlag abgemacht – und endlich kommt die Karre vom Hof!

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