Dokumentation und Wertschätzung

admin | Familie
6 Jan 2010

Ich bin jetzt seit mehreren Tagen dabei, mit meinem Großvater in jeweils einstündigen Sitzungen “Interviews” aufzunehmen. Warum? Der gute Mann wird im Februar achtzig Jahre alt, und ist vor relativ genau fünfundsechzig Jahren aus seiner Heimat vertrieben worden. Jedesmal, wenn er davon auf einer Familienfeier zu erzählen begann, verdrehten die umsitzenden die Augen oder Namen ihn ob der ollen Kamellen auf die Schippe.
Ich muss zugeben, ich hab auch erst dran gezweifelt, ob es Sinn macht, die Lebensgeschichte meines Großvaters so technisch und umfangreich zu dokumentieren. Nach der dritten Sitzung aber bejahe ich das. Vollkommen.
Selbst, wenn es niemanden nach ihm (uns) mehr interessieren sollte, was er “hier zu Protokoll” gegeben hat, ist es doch eine Aufarbeitung einer für ihn offensichtlich immer noch bewegenden und Zeit. Ich hätte nicht gedacht, dass ich meinen ollen “Odader” mal so aufgeregt erlebe, wie in den Stunden jetzt vor dem Mikrophon. Piepegal, ob uns danach jemand auf die Schippe nimmt. Wir ziehen das jetzt durch. Auch für .

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One Comment

  1. plumps sagt:

    Ich finde sowas klasse! Aber ich liebe Geschichte/n und noch mehr liebe ich es wenn jemand erzählt wie er Teil der Geschichte ist.
    Außerdem finde ich es immer spannend was die Geschichte mit uns macht, wie sich sich auf unser Leben und unseren Charakter auswirkt und wie die nächsten Generationen davon Beeinflusst werden!
    Außerdem schreibt das leben die besten Geschichten, man denke an mein/ en Onkel und Tante und den 9.11.89

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